Brüder

Ein Sonnenuntergang gestern, irgendwo auf der Welt. Friedvoll. Innehalten. Ein Wunder das alles. Das Leben. Menschlichkeit. Brüderlichkeit.

Auch gestern, der ARD Film “Brüder”, über die Islamisierung von jungen Männern. Nie hat mich eine Fernseh-Inszenierung so erschüttert.

Nie wurde die fatale Kette von der sehr menschlichen Suche nach Identität, Zugehörigkeit und Sinn in einer für viele unübersichtlichen Welt, hin zu einer menschenverachtenden Grausamkeit eindringlicher geschildert. Brüderliche Monster die gemeinsam töten und singen.

Verhängnisvoll und fatal in der Konsequenz – aus Sicht der Täter wohl auch fast unvermeidlich – führt am Ende alles zum schlimmsten Maßstab den man anlegen kann:

Entweder bist du für uns oder du bist gegen uns.

Das Bild oben ist bunt, es hat Nuancen. Solange wir den Einzelnen sehen und nicht in Gruppen und Zugehörigkeiten denken, bleiben auch wir bunt.

 

 

 

 

 

 

 

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Storytelling im IT Marketing

Im post-faktischen Zeitalter der alternativen Fakten ist das mit dem Marketing von IT Lösungen so eine Sache.

Wenn man, wie ich gerade, drei Tage auf einer Marketingkonferenz in den USA war, ist man geneigt, dem Begriff “Storytelling” eine enorme Wichtigkeit zuzumessen. 

Schließlich werden in den USA gerade Begriffe wie “alternative Fakten” geprägt und das Ausmaß an Desinformation, vermeintlichen “Fake News” und faktenfreier Geschichtenerzählerei habe ich als schlimm erlebt.

Beim Storytelling im Marketing-Kontext geht es aber um etwas anderes. Storytelling beduetet, den Nutzen von Produkten oder Lösungen anhand von anschaulichen, oft emotional aufgeladenenGeschichten einfach und anschaulich zu erläutern. Hierfür eignen sich dann viele Formate, u.a. vom reinen Text bis hin zu animierten Video. Dabei wird ja das Video immer wichtiger. Wer liest heute schon noch ganze Texte?  Aktuelle Studien  gehen davon aus, dass bis zum 2020 mehr als 80% der Informationen im Marketing über visuelle. bzw. audiovisuelle Medien vermittelt werden wird. Spätestens dann werde ich wohl einen Video-Blog aufsetzen müssen.

Wichtig beim Storytelling ist der Aspekt der Emotion, denn es geht primär um eine Projektion der Gefühle, die beim Konsum oder der Nutzung des Angebotes im Kunden ausgelöst werden, und weniger um eine faktische Nutzenargumentation.

Mit dem Aufkommen des Storytelling nehmen wir vereinfacht gesagt mehr und mehr  Abschied vom sogenannten “Use-Case” Ansatz, also einer direkteren, schlichten Beschreibung oder wiederum zunehmend audiovisueller  Darstellung der Einsatzmöglichkeiten eines Produktes. Use-Cases sind kurze, konkreten Anwendungsfalles mit Darstellung der zu erzielenden Ergebnisse oder Erträge. 

Früher war das alles vermeintlich einfacher. Da gab es in der IT sogenannte “Feature & Benefit” Listen, üblicherweise im Tabellenformat und eine weitere Aufzählung mit den Systemvoraussetzungen, also den Anforderungen an die IT-Infrastruktur sowie die notwendige Server-Hardware. Im Zeitalter von SaaS IT Lösungen spielen diese Systemvoraussetzungen für den Anwender keine Rolle mehr. Zumindes eine Liste weniger.

Das Geheimnis eines sehr guten IT-Marketings liegt wohl in der Kombination dieser Elemente. IT-Entscheidungen sind sehr faktenorientiert, ein guter ROI ist wichtig. Information zählt und alternative Fakten zählen nicht. Daher werden wir ganz ohne  Features & Benefits oder klare Use-Cases nicht auskommen. 

Gleichzeitig wird es aber immer wichtiger, gute Storytelling zu betreiben um neben der Information auch die richtige Emotion zu vermitteln. Dabei gilt es insbesondere das Besonderee Ihres Angebotes und noch wichtiger, das Besondere Ihrer Firma zu vermitteln. Attribute wie Werte, Partnerschaft oder Verlässlichkeit sind dabei Gute Stichworte.
Kurzum: Ihr Produkt reicht nicht, ihr Kunden will sich mit Ihnen wohlfühlen. 

Entscheidet Euch!

Vorbildlich:

In Ungarn hat man offensichtlich aus den Fehlern des Brexit Referendums gelernt: Während die Briten so blöd waren, ein derart komplexes Thema wie einen möglichen EU-Austritt, mit einem simplen ja/nein beantworten zu wollen, bemüht sich die ungarische Regierung beim heutigen Referendum zur Flüchtlingsverteilung sichtlich um eine differenzierte Fragestellung:

“Wollen Sie, dass die Europäische Union auch ohne Zustimmung des (ungarischen) Parlaments die Ansiedlung nichtungarischer Staatsbürger in Ungarn vorschreibt?” Ja/Nein

Das ist neutral formuliert und präzise in der Darstellung. Schließlich hat man in Ungarn 2015 von 199.000 Asylanträgen bereits 264 genehmigt. Da muss die Regierung schon wachsam bleiben, damit die Überfremdung nicht aus dem Ruder läuft.

Allerdings droht eine Gefahr:

Aus dem Internet sind die Menschen es ja gewohnt, beim Aktzeptieren der Nutzungsbedingungen von Apps nur noch mit JA stimmen zu können. Daher hätte ich die Frage an Viktor Orbans Stelle anders formuliert:

“Wollen Sie, dass Viktor Orban den Typen in Brüssel, Berlin und Paris mal richtig die Harke zeigt und verhindert, dass die korrupte EU – ohne seine, Viktor Orban Zustimmung – Gesindel in Viktor Orbans schönes Ungarn schickt?” Ja/Nein.

Basisdemokratie ist etwas wunderbares.

Digitaler Schwindel

Das normalerweise von mir hochgeschätzte Handelsblatt veröffentlichte in diesen Tagen einen atemberaubenden Parforce-Ritt über alle Höhen, Hindernisse und Wassergräben des digitalen Zeitalters. Dort diskutieren die „Digitalbotschafterin der Bundesregierung“ (gibt es wirklich) eine Berliner Gründerin, der Deutschland-Chef des globalen Taxi-Killerdienstes Uber sowie der für solche Diskussionsrunden fast unvermeidliche Soziologe über den digitalen Wandel.


Nie zuvor habe ich einen Artikel gelesen, der mit einer derartigen Geschwindigkeit und Dichte solch eine Vielzahl von Themenkomplexen, Chancenbetrachtungen, Paranoia, Pauschalisierungen, Befürchtungen zu negativen gesellschaftlichen Veränderungen oder Forderungen nach mehr Regulierung oder stattlichen Eingriffen anschneidet, – dabei aber keinem der angesprochen Aspekte wirklich gerecht wird:
Dringend empfohlene digitale Askese, Gefahren gar für die Demokratie, die Schattenseiten der Sharing Ökonomie, windige Innovationen und Start-Ups, Industrie 4.0, Deutsche Angst, Digitale Bildung, Fremdsteuerung durch profilgetriebene Versicherungs-Angebote… und selbstverständlich der obligatorische Ruf nach einer Zerschlagung von Google. Genug.

Mir wurde schwindlig.

Und wieder überfiel mich diese eine bohrende Frage: „Wo liegt eigentlich der Kern in dieser ganzen Digitalisierungsdiskussion?“ Betrachtet man nämlich die Tatsache, dass die Digitalisierung* bereits seit Einführung der ersten Computer unser Leben in allen Bereichen verändert, ist doch eigentlich alles wie gehabt. Wer möchte bestreiten, dass sich, sagen wir seit Einführung des Personal-Computers, die Wirtschaft, der Arbeitsmarkt oder unser Freizeit- und Sozialverhalten nicht schon nachhaltig verändert hat. Überraschenderweise hat die Demokratie dem allen bislang standgehalten und überflüssig sind wir Menschen auch noch nicht. Zumindest in der Eigenbetrachtung.

Warum also die Aufregung?

Zugegeben, die Geschwindigkeit in der Abfolge technischer Innovation wird immer höher. Das ist es aber dann auch. Das Tempo hat sich beschleunigt, die grundlegenden Veränderungsprozesse sind aber gleich geblieben. Also heißt es sich auf die richtigen und wichtigen Einzelfragen zu konzentrieren. Digitaler Schwindel entsteht nur wenn man zu viele Themen in einen Topf wirft und pauschalisierende Schlagwortdiskussionen führt. Diese geben keine Antworten, sondern werfen nur immer neue Fragen auf. Zeitverschwendung.

Also fassen wir es hier für diesen d.velop Blog einmal etwas kleiner:

Sind sie auf der Suche nach Konzepten um die Informationen in ihrem Unternehmen mithilfe eines Social ECM Systems jederzeit und überall verfügbar zu machen sowie gleichzeitig ihre Unternehmensprozesse nachhaltig zu verbessern? Lautet ihre Antwort ja, dann sind sie bei der d.velop AG http://www.d-velop.de genau an der richtigen Stelle. Versprochen!

Ach ja, hier noch der Link zu besagtem Artikel. Bleiben Sie bitte schwindelfrei! http://www.handelsblatt.com/technik/vernetzt/digitaler-wandel-haben-sie-google-zerschlagen-kommt-der-naechste/11875464.html

* Hier definiert im ursprünglichen Sinne als „das Übermitteln von Informationen und Maschinenanweisungen mithilfe von Abfolgen der zwei Zustände Ein/Aus in rasendem Tempo“

Finstere Symbolik

Wirklich nachdenklich gemacht hat mich diese Meldung der Rheinischen Post vom 31.12.2014:

“Kölner Dom soll bei “Pegida” Demo am Montag dunkel bleiben.” heißt es dort. “Die hohe Domkirche möchte keine Kulisse für diese Demonstration bieten”, erklärt Domprobst Norbert Feldhoff den Plan der Kirche, die Außenbeleuchtung des Doms während der Demonstration abzuschalten.

Mich erschreckt die Tatsache, dass die katholische Kirche hier wieder einmal Ausgrenzung auf ihre ganz eigene Art und Weise betreibt: Licht aus, Augen zu und nichts mit dem Mob zu tun haben – Ist das die richtige Antwort auf das was da gerade passiert? Ich will hier bestimmt nichts dramatisieren. Jedoch: Die Geschichte hat gezeigt, dass Wegsehen bzw. sich vor der Realität zu verstecken keine wirklich gute Idee ist.

Was auch immer viele Durchschnittsbürger dazu treibt, sich hier vor den Karren der Fremdenfeindlichkeit spannen zu lassen, die Antwort der Kirche sollte eine Einladung zu einer alternativen Diskussion sein. Also Lichter an, Glocken läuten, Tore weit auf und im Innern des Gotteshauses das Angebot zum aktiven Gespräch mit den Demonstranten.

Wenn Herr Feldhoff augenscheinlich primär darüber besorgt ist, welche “Kulisse” die “hohe Domkirche (Beachte: in der dritten  Person…)” abgibt, dann kann es um die innere Auseinandersetzung mit dem Thema und um die gelebte Brüderlichkeit mit den fehlgeleiteten Schafen nicht allzu gut bestellt sein.

Pegida ist schon eine seltsame Bewegung. Wirklich aggressive Fremdenfeindlichkeit vermute ich persönlich nur bei einem Bruchteil der Demonstranten. Den Rest treibt meines Erachtens nach eher der üblich banale (aber damit nicht weniger gefährliche…) Mix aus Neid, Langeweile und Zukunftsangst gepaart mit dem gewissen “Thrill” mal wieder etwas “Aufregendes” zu tun. Anders gesagt: Mangels alternativer Wutbürgerprojekte (hier hervorragend geeignet: Stuttgart 21), macht man eben bei Pegida mit. Somit liegen der Schutz des Juchtenkäfers und die Ausgrenzung von Andersgläubigen näher beieinander als man meinen sollte. Juchtenkäfer und Pegida Demonstranten werden dabei gleichsam instrumentalisiert. Aber jetzt komme ich wohl vom Thema ab.

Ein guter Blogeintrag schließt mit einem Aufruf zur Tat, dieser Regel möchte ich folgen:

“Lieber Domprobst Feldhoff, selbst als Wahl-Düsseldorfer im Exil würde ich mich freuen, den Kölner Dom am Montag Abend über die Stadtgrenzen hinweg leuchten zu sehen. Bitte fragen Sie sich, warum die Demonstranten die Antworten auf ihre Fragen und Ängste nicht in Ihrer Kirche, sondern buchstäblich draußen vor der Tür suchen. Ich persönlich würde selbst Fotos der finstersten Pegida Transparente mit einem strahlenden Gotteshaus im Hintergrund als das richtige Signal erachten.”

Der leuchtende Dom ist die Einladung zur Nächstenliebe. Der finstere Dom ist eine beschämende Kulisse.

Eine alljährliche deutsche Tragödie

Die Phase zwischen Weihnachten und Neujahr nennt man bei uns in Ostwestfalen auch gern “zwischen den Jahren”. Das alte Jahr ist eigentlich abgeschlossen, das neue hat noch nicht begonnen. Es passiert wenig und die Welt erscheint wohltuend entschleunigt.

Es könnte so wunderbar sein. Ist es aber nicht.

Skispringen, das ist ein Sport, der in aller Regel 357 Tage im Jahr niemanden wirklich interessiert. Selbst Olympiasiege, wie jener der deutschen Mannschaft im Mannschaftsspringen bei den olympischen Spielen Anfang des Jahres, können das Schattendasein dieser Sportart nur für wenige Tage relativieren.

Umso verwunderlicher ist es, mit welcher Vehemenz und finsterer Entschlossenheit sich eine große Anzahl von Bundesbürgern immer wieder auf das Unternehmen Vierschanzentournee einlässt. Ob nun vor dem Fernseher oder als fahnenschwenkendes Eventpublikum, die “Super” Stimmung im Stadion genießend, – man amüsiert sich als ob es kein Morgen gebe. Dies zur Not auch ohne Wettbewerb, sollte dieser mal wieder den Wetterbedingungen zum Opfer fallen.

Selbst eindeutige und ungeschminkte Wettbewerbsverzerrungen wie der Modus des “paarweise” gegeneinander Antretens in Verbindung  mit dem unsäglichen Spannungsmoment-Elementes der “Lucky Loser Wertung”, tun der Begeisterung der deutschen Fanbasis keinen Abbruch. Armut macht Halt erfinderisch…

… denn sportlich ist es jedes Jahr das gleiche Spiel: Die “deutschen Adler” scheinen zunächst immer gerade rechtzeitig in Form zu kommen. Es gibt eine Menge Aspiranten auf den Tourneesieg: Der Severin, der Richard, der Stefan, über viele Jahre auch der unverwüstliche Milka-Martin, und wie sie auch alle hießen. Zudem wittern die Fachleute in jedem Jahr auch eine leichte Schwäche der meist dominierenden Österreicher. “In diesem Jahr muss es eigentlich klappen”,  – das liegt immer wieder ganz klar auf der Hand.

Leider ist es in aller Regel bereits nach dem ersten von acht Durchgängen mit der deutschen Herrlichkeit vorbei. In den zwölf Jahren nach dem heiligen Ernst Hannawald, der “einfach sein Zeug machte” und alle vier Springen inklusive der Gesamtwertung gewann, stürzten die deutschen Adler regelmäßig ab.

Wenn dabei wenigstens von der großen Tragödie oder von ein wenig Drama zu berichten wäre, wie es betrunkene Finnen oder nach großen Stürzen rasch wiedererstarkende, klar, Österreicher, regelmäßig liefern, -dann, ja dann wäre es immer noch große Unterhaltung. Ist es aber nicht. Die deutschen Hoffnungsträger springen nämlich ganz unspektakulär schlichtweg einige entscheidende Meter zu kurz. Einfach so. Dumm gelaufen eben. Weihnachtsgebäck bietet mehr Spektakel.

Damit endet die so fried- und hoffnungsvolle Zeit zwischen den Jahren immer wieder mit einer herben Enttäuschung. Das vierte Springen in Bischofshofen soll gerüchteweise seit Jahren kein deutscher Fernsehzuschauer mehr live verfolgt haben. Denn meistens gewinnen dann eben doch die Österreicher und man will ja beim Feiern auch nicht stören.

Was bleibt, ist fast ein ganzes Jahr Zeit, um sich von der Enttäuschung zu erholen und damit verbunden die unverdrossene Hoffung auf den nächsten deutschen Adler.

Denn  eines Tages wird er kommen – und wenn dann gerade die Österreicher… Na, sie wissen schon!

S.M.A.C. und Co – über Sinn und Unsinn von Akronymen

Gastbeitrag von Stefan Olschewski

S.M.A.C. als inzwischen überall breitgetretene Abkürzung für die vermeintlichen Megatrends Social – Mobile – Analytics – Cloud … braucht man das? Jedes Kind braucht einen Namen und jede potenzielle Innovation offenbar ein greifbares Buzzword – sonst wüsste man ja gar nicht mehr, wovon man spricht. Oder etwa doch?

Gerade in der eher behäbigen Welt des Enterprise Content Management ist das mit diesen Begrifflichkeiten so eine Sache. Da hat sich der Markt (und ganz langsam auch die potenziellen Kunden) nach kaum mehr als 15 Jahren an das Akronym „ECM“ gewöhnt, da kommen ganz Innovative mit „EIM“ um die Ecke (Enterprise Information Management). Und der Aufschrei ist groß! Wer soll das denn verstehen? Mit dem „S.M.A.C Stack“ wird nun endgültig auch der letzte standhafte Gallier abgehängt. Warum?

Dokumentengebundene Prozesse sind per se schwerfällig und – zugegeben – nicht gerade begeisternd. Oder legen Sie sich gern abends mit einer 200-seitigen Abhandlung über die „Geschäftsprozessoptimierung der Eingangsrechnungsverarbeitung“ auf die Couch? Höchstens, um darüber möglichst schnell einschlafen zu können. Nur das Versprechen, dass durch eine Digitalisierung der Dokumente und Automatisierung der Abläufe eben diese einfacher, schneller und fehlerloser ablaufen, macht das Thema noch nicht begeisternder.

Begeisterung entsteht im Kopf

Und das auch nur dann, wenn ich beispielsweise eine Innovation selbst erfahren kann. Hier tun sich Anbieter von Lösungen zur Prozessoptimierung, deren Implementierung Jahre dauern kann, schwer. Warum begeistert ein Smartphone mit seinen schlanken Apps? Weil ich es immer dabei habe, weil ich keine langen Anleitungen benötige und weil ich damit immer und überall kurze Abstimmungen mit Freunden oder Kollegen vornehmen kann. Und weil mir eine App echten Mehrwert bringt. Ich kann meinen Gesundheitszustand tracken lassen, meine sportlichen Aktivitäten und Trainingsstatus nachhalten, ich kann Reisen planen und Kinoprogramme abrufen, ich kann chatten und organisieren. Da liegt es doch nahe, eben diesen Nutzen auch im beruflichen Alltag zu vermitteln – und so auch eine (sagen wir einfach mal weiterhin ECM-) Lösung intuitiv und begeisternd in Funktion und Anwendung zu machen.

Und genau damit sind wir wieder beim S.M.A.C. – denn was an den oben genannten Dingen begeistert, ist gerade der soziale Aspekt des Austauschens untereinander, die Mobilität durch tragbare Geräte, die einfachen Analysen durch Reports jeglicher Art auf Knopfdruck und die Ablage all dieser Informationen in der Cloud, sodass sie immer und überall verfügbar sind. Und genau das ist der vielbeschworene S.M.A.C.-Stack!

Jetzt müsste es nur noch einen Anbieter geben, der bei aller Erfahrung im klassischen ECM-Umfeld genau diese Begeisterung in seine Produkte aufnimmt. Der kollaborative Aspekte in Workflowprozesse integriert, der einfach zu bedienende Apps als Frontend besitzt oder – noch besser – sich nahtlos in die schon bekannten Oberflächen integriert. Der ein Tool anbietet, das in Sekundenschnelle die Performance des ECM-Systems analysiert und über ein rechtskonformes und revisionssicheres Cloud-Konzept mit Hosting in deutschen Rechenzentren auch noch jegliche relevanten Sicherheitsaspekte berücksichtigt.

 

Die Welt braucht kein S.M.A.C. – sie steckt mitten drin

Dann wird auch der digitale Umgang mit Dokumenten zur wirklichen und konsequenten Alternative – ganz egal, ob als Buzzword dann ECM, EIM oder S.M.A.C. dransteht. In der mehr und mehr vernetzten Welt des Social Business – und genau darin leben wir, geht es darum, seine eigenen Geschäftsprozesse immer neu zu denken und flexibel den Anforderungen des Marktes anzupassen. Nur wer diese Flexibilität lebt, wird auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben. Und da spielt es überhaupt keine Rolle mehr, welches wohlklingende – oder gar verwirrende – Label man dranschreibt.

 Zum Autor:

Stefan Olschewski, ist Head of Marketing bei der d.velop AG in Gescher, http://www.d-velop.de      Sie erreichen Ihn unter: Stefan.Olschewski@d-velop.de

Finale in Berlin – Marathonläufer Lütkemeier macht Schluss

Berlin / Tönisvorst, 22.11.2014/27.09.15, wpa

Werner Lütkemeier, bekannter Marathonläufer aus Tönisvorst/NRW gibt Rücktritt vom Leistungssport nach dem  Berlin Marathon am 27.09.2015 bekannt – Hunderte Fans werden an der Strecke erwartet

Mit dem Zieldurchlauf des Berlin Marathons 2015 wird eine der bemerkenswertesten Marathon-Karrieren der vergangenen Jahrzehnte beendet sein. Werner Lütkemeier, wegen seines flüssigen und eleganten Laufstiles auch “die Feder” genannt, hört auf.

“Es gibt nichts mehr zu erreichen” stellt Lütkemeier nüchtern fest. “Mit dem Triumph bei den diesjährigen Bahnmeisterschaften über 10km des Leichtathletikverbandes Niederrhein-West in der Altersklasse M45 gibt es für mich einfach keine Ziele mehr. ”

In Fachkreisen wurde schon länger spekuliert dass Lütkemeier, der beim Köln Marathon sogar einmal glatt von Sabrina Mockenhaupt überlaufen wurde, die Konsequenzen aus seinen zuletzt schwachen Ergebnissen ziehen würde. “Er wird ja auch nicht jünger” heisst es aus seinem unmittelbaren Umfeld. Auch schien es Anzeichen für Motivationsprobleme zu geben, da Lütkemeier in den vergangenen Monaten öfter mit einer Gitarre beobachtet wurde.

Davon will er jedoch nichts wissen.

“Jetzt wird noch einmal voll angegriffen” gibt er sich kämpferisch. “2015 wird mein Jahr”. Ob es beim abschließenden Berlin Marathon nochmals zu ähnlich packenden Duellen wie einst mit Mockenhaupt kommen wird (O-Ton eines Zeitzeugen: “Bei der Überrundung lief sie einfach an ihm vorbei.”) ist nicht garantiert. Kraftraubende Duelle will der Altmeister bei seinem letzten Auftritt auf der blauen Linie möglichst vermeiden.

Weitere Termine der Abschiedssaison werden noch bekannt gegeben. Sicher kann man jedoch sein, daß Lütkemeier noch einmal gelingen wird, die legendäre Begeisterungsfähigkeit seiner ungezählten Anhänger abzurufen. Der “Lütkemeier Block”, ein je nach Wettbewerb aus 2-6 Personen bestehendes Stimmungs-Epizentrum an den Laufstrecken der Welt, hat bereits eine Reihe von spektakulären Sonderaktionen angekündigt.

Social Enterprise Content Management (ECM): Wissen einfach und sicher teilen.

Die mobile Vernetzung über Soziale Medien hat die Art und Weise in der Wissen vermittelt und aufgenommen wird grundlegend verändert. Der klassische Informationsfluss ging immer in eine Richtung – von der „wissenden“ zu „unwissenden“ Instanz. Heute findet ein vernetzter, vielfältiger Informationsaustausch in alle Richtungen statt. Während Wissen in der Vergangenheit vornehmlich in strukturierten Texten zusammengefasst war, setzt es sich heute aus einer Vielzahl von Fragmenten, Eindrücken, Erfahrungen sowie aus Bildern und Videos zusammen.

Vollkommenes Wissen ist nicht erreichbar. Der persönliche Kenntnisstand wird heute bei jeder Interaktion über digitale Kommunikationswege neu bewertet und ergänzt.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Informationsaufnahme sowie das Teilen von Informationen oder Eindrücken über soziale Medien, beeinflusst bereits heute die Anforderungen an eine moderne Informationsinfrastruktur in Unternehmen oder Organisationen.

Die strukturierte und digitalisierte Archivierung oder Verarbeitung von Dokumenten, Verträgen oder Rechnungen in Form von klar definierten aber individuellen Prozessen ist und bleibt dabei der primäre erfolgsentscheidende Faktor. Einfache Zugänglichkeit von Wissen, Konformität mit rechtlichen Vorgaben sowie eine möglichst hohe Daten- und Informationssicherheit sind hier nach wie vor die Leitmotive.

Darüber hinaus aber muss sichergestellt sein, dass Mitarbeiter jederzeit innerhalb des Unternehmens oder sogar über Organisationsgrenzen hinaus, in informellen Arbeitsgruppen zusammenarbeiten können. Das dynamische Teilen, Bewerten und gemeinsame Fertigstellen von Dokumenten ist in kurzer Zeit ein unverzichtbarer Produktivitäts- und Zufriedenheitsfaktor geworden.

Schließlich bleibt noch der Bedarf, Dokumente auch über die Unternehmensgrenzen hinaus zu teilen oder aber als Ersatz für klassische Post oder E-Mail in sicheren, digitalen Postfächern bereitzustellen. An der oft undefinierten Schnittstelle zwischen Unternehmens- und Privatbereich kommen aktuell überwiegend Cloud-Dienste zum Einsatz, die den heutigen Ansprüchen an Datensicherheit nicht gerecht werden.

Will man jedoch den nahtlosen Übergang von Informationen und Dokumenten aus gesicherten digitalen Unternehmensdiensten zu privaten Empfängern sicherstellen, ist ein Cloud Dienst, allein aus Kostengründen, unumgänglich. Es gilt also einen Dienst zu finden, der die Anwender mit Design und einfacher Funktion begeistert, sich nahtlos in die Unternehmen-IT integriert und in Bezug auf die Sicherheit höchsten Ansprüchen gerecht wird.

Dokumentenmanagement- und digitale Prozesslösungen sind in Unternehmen die zentralen Anwendungen, die für das Teilen von Informationen und Dokumente prädestiniert sind. Unternehmen und Behörden erwarten von den Herstellern solcher Lösungen Antworten auf die Frage wie Cloud-Dienste sicher und kontrolliert genutzt werden können um den Privatanwender komfortabel in digitalisierte Prozesse einbeziehen zu können.

Dieser Anforderungskatalog ergänzt die Begriffe des klassischen Enterprise Content Managements (ECM) oder des Dokumenten Management Systems (DMS) absolut gerechtfertigt um die Komponente „Social“.

„Social ECM“ ist also kein Kunstbegriff der IT-Industrie, er beschreibt eine Notwendigkeit.